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23.08.2012

Das 16. Opernfestival Gut Immling:

Erfolgreiche Welturaufführung, begeisterte Kritiker und ein Besucherrekord

Gut Immling - Ludwig Baumann, Intendant des Opernfestivals, und die musikalische Leiterin Cornelia von Kerssenbrock vermelden stolz einen Besucherrekord: 17.000 Gäste konnten sie bei den rund 30 Veranstaltungen im Rahmen des 16. Opernfestivals Gut Immling begrüßen.

Die fünf  Aufführungen von "Der Brandner Kasper - eine bairische Oper", dem Musiktheater, das am 6. Juli seine Welturaufführung in Immling feierte, waren bereits im Mai komplett ausverkauft. Nicht nur die Zuschauer, auch die Kritiker zeigten sich begeistert von der Immlinger Welturaufführung des bekannten Stücks als bairische Oper. Der Münchner Merkur lobte "So muss Theater sein" (9. Juli). Ludwig Baumann will das Musiktheater von Komponist Christian Auer und Librettist Karl-Heinz Hummel im nächsten Jahr wieder auf die Bühne bringen. "Das Stück passt ideal zu unserem naturverbundenen bayrischen Festspielort, vielleicht kann es sich auf Gut Immling etablieren". Der Kartenvorverkauf für den Brandner im kommenden Jahr läuft bereits im November an.

Doch nicht nur der Brandner Kasper sorgte beim 16. Opernfestival Gut Immling für ein ausverkauftes Festivalhaus, es standen vier weitere Operneigenproduktionen auf dem Programm, die allesamt sehr gut angenommen wurden.

Verena von Kerssenbrocks Inszenierung von Verdis "Der Troubadour" fand besonders großen Anklang. In acht ausverkauften Vorstellungen überzeugten die Darsteller um die hervorragende Mirouslava Yordanova als Azucena, die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Cornelia von Kerssenbrock sorgten gewohnt souverän für die musikalische Grundlage.

Abwechslung zu Verdis tragischer Oper bot Mozarts opera buffa "Die Hochzeit des Figaro". Die turbulente, spritzige Inszenierung mit modernen Ideen lockte auch viele jüngere Besucher, die sich begeistert zeigten. Klaus Kalchschmid schrieb in der Süddeutschen Zeitung vom 10. Juli:  " … launige Ideen der Regisseurin Waltraud Lehner machen diesen ‚Figaro' mit ausnahmslos jungen Sängern in den Hauptpartien zu einem Vergnügen."

Ein besonderes Anliegen von Ludwig Baumann ist es schon immer gewesen, Nachwuchs sanft an die Welt der Oper heranzuführen und junge Sängerinnen und Sänger auf dem schwierigen Weg zwischen Studium und Karriere zu unterstützen. So konnte man in diesem Jahr zwei ganz besondere Produktionen in Immling bewundern: Die Barockoper "Julius Caesar" von Händel war ausschließlich mit Nachwuchstalenten um den Countertenor Jakob Huppmann besetzt. Auch Kardinal Reinhard Marx ließ sich diese erotische Oper in der Inszenierung der jungen Regisseurin Natascha Ursuliak nicht entgehen. Die Barockspezialistin Cornelia von Kerssenbrock dirigierte unter anderem auch bei dieser Oper das Festivalorchester Gut Immling, das sich aus jungen internationalen Musikern und Studenten des Mozarteums Salzburg zusammensetzte.

Ludwig Baumann selbst inszenierte eine Oper für Einsteiger. "Das Rheingold", der erste Teil von Wagners Nibelungen-Saga, bot nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene die Chance, Wagner poppig und modern zu erleben, was sehr gut ankam.

Wie immer bemerkenswert waren Einsatz und Qualität des Festivalchors Gut Immling. Die Laiensängerinnen und -sänger, die nicht nur aus Bad Endorf oder Halfing, sondern mittlerweile auch vom Ammersee, aus München oder  Fürstenfeldbruck anreisen, überzeugten bei den schweren Chorpartien in Verdis Troubadour, ebenso in bayerischer Mundart beim Brandner Kasper. Die Chorproben für das kommende Festival beginnen schon im Oktober. Noch nimmt der Festivalchor Gut Immling neue Mitglieder auf. Bei Interesse: 08055/90340.

Von seiner besten Seite zeigte sich der Sommer an den Abenden der Spanischen Nacht und des ersten Konzertes der neuen Veranstaltungsreihe "Klassik im Abendrot", an denen überdurchschnittlich viele Gäste die ausgenommen idyllische Stimmung der Immlinger Open-Air-Aufführungen genossen. Der Tenorwettstreit "O sole mio" musste in das Festivalhaus verlegt werden, was der fröhlichen Atmosphäre ebenso wenig Abbruch tat wie die Verlegung des zweiten und dritten romantischen Abendrot-Konzertes in das große Kathrein-Kultur-Zelt.

Wer beim Finale Grande zum Abschluss des Festivals dabei sein wollte, der hatte seine Karten schon im Dezember besorgen müssen. Traditionell bis auf den letzten Platz ausverkauft war der feierliche letzte Abend des Opernfestivals Gut Immling, den 21 internationale Solisten des Festivals und das eigens dafür angereiste Orchester der Staatsoper Baku aus Aserbaidschan gestalteten, auch in diesem Jahr.

Nach fünf intensiven Monaten voll Probenarbeit, Premieren, Konzerten und langen Nächten im Kathrein-Kultur-Zelt kehrt auf Gut Immling nun für kurze Zeit Ruhe ein. Die Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt sind abgereist, doch bald schon werden sie und andere wieder kommen, um sich für die Rollen des 17. Opernfestivals zu bewerben, das am 22. Juni 2013 mit "La Traviata" von Verdi eröffnet werden wird.
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